Sanitär- und Trinkwasseranlage für die Iyolwa Secondary School, Projektteil 2 - Iyolwa, Uganda

Steckbrief

 Standort: Iyolwa, Uganda
 Zielgruppe: 900 Schüler
 Finanzierung: TOOLS FOR LIFE Foundation
 Zeitraum: 09.2016 - 12.2016
 Budget: 13.000

Im 2. Projektabschnitt des Baus einer Sanitär- und Trinkwasseranlage für die Iyolwa Secondary School, Uganda, wurde die Wasserfilter- und Speicheranlage in nur 3 Monaten Bauzeit erfolgreich errichtet und installiert. Im Februar 2017 wird sie mit der Schuleröffnung in Betrieb genommen.

Die Bereitstellung der Anlage in Verbindung mit sanitären Einrichtungen ist für die Wasserversorgung und Hygiene der Schülerinnen und Schüler essentiell. Der Aufbau von Trockentrenntoiletten und Duschkabinen im 1. Projektteil 2015 stellt die Ausstattung der Schule mit Sanitäranlagen und damit die hygienische Versorgung sicher. Diese Maßnahme wirkt sich unmittelbar gesundheitsfördernd aus. Zudem wird durch das Prinzip der Trockentrenntoiletten eine langfristige Verunreinigung des Bodens und somit des Grundwassers verhindert.

Im 2. Projektabschnitt wurde nun die Wasseraufbereitungsanlage gebaut, die sowohl den 2015 errichteten Sanitärkomplex mit Wasser versorgt als auch den Schülern ausreichend gefiltertes Wasser zum Trinken zur Verfügung stellt. Für regenarme Zeiten wurden Wassertanks mit einer Kapazität von 40.000 Litern installiert. Die Aufarbeitung des Wassers erfolgt nach dem bewährten Konzept, das bereits 2014 an der Ssama Primary School in Uganda umgesetzt wurde. Wasserversorgung und hygienische Standards bilden elementare Rahmenbedingungen für einen geregelten Schulalltag und somit maßgeblich, um die Bildung der Kinder in der Region zu verbessern.

Beim Bau der Gebäude wurden statt der in Uganda üblichen gebrannten Lehmsteine erstmals die umweltschonendere, qualitativ bessere und in der Herstellung günstigere Alternative der „Interlocking Stabilised Soil Blocks“ (ISSB) eingesetzt. Die ISSB-Mauersteine wurden aus lokalem, verdichtetem Lehm mit zugemischtem Zement durch Pressen hergestellt. Die besondere Form gewährleistet einen guten Verbund mit geringem Mörteleinsatz. Die Pressmaschine wurde beim Bau des Gebäudes im Sommer erstmalig eingesetzt. Langfristig soll sie fair an Mitglieder der lokalen Community übergeben werden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, damit Geld zu verdienen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Hintergrund

Pabone, der Standort der Secondary School, ist eine von vier Gemeinden im Unterbezirk Iyolwa im Distrikt Tororo und befindet sich etwa 200 km östlich der Hauptstadt Kampala. Iyolwa hat ungefähr 34.600 Einwohner und die Gegend ist weitgehend durch Landwirtschaft geprägt. Eine öffentliche Wasserversorgung gibt es nicht. Die Leute benutzen entweder Regenwasser, holen Wasser von öffentlichen Brunnen oder bohren Wasserlöcher. Oft ist dieses Wasser verunreinigt und verursacht Krankheiten.

Im Unterbezirk Iyolwa gibt es sieben überfüllte Primary Schools. Die Gemeinde Pabone, mit über 4.000 Kindern, hat momentan keine Primary School. Secondary Schools fehlen im gesamten Unterbezirk. Von 10.500 potenziellen Schülern in Iyolwa, gehen etwa die Hälfte tatsächlich zur Schule. Das von uns unterstützte FOSTER Projekt besteht zunächst aus dem Bau einer Secondary School für 900 Schüler. Diese wird im Februar 2017 eröffnet. Die Errichtung einer Primary School für 1.100 Schüler und einer Krankenstation mit 20 Betten und einer Entbindungsstation sind geplant. Der Aufbau der Krankenstation ist nicht nur für die Schule, sondern auch für die Umgebung zur grundlegenden Versorgung notwendig.

Der von TOOLS FOR LIFE unterstützte Bau der Sanitär- und Trinkwasser-Anlage in 2015 und 2016 wurde erfolgreich abgeschlossen. Beide Bauteile wurden von unserem Projektpartner EWB im anvisierten Zeitraum zum angegebenen Budget realisiert. Wir freuen uns sehr, dass das Bauvorhaben so toll gelaufen ist und insgesamt vier ROTHENBERGER Mitarbeiter im Rahmen der Mitarbeiterreisen "Your commitment - Uganda 2015 und 2016" ihren Teil zum Gelingen beitragen durften. Mehr Informationen zu gesamten Projekt finden Sie auf der EWB Website.

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