Zentrale Wasserversorgung der Chonyonyo Secondary School - Chonyonyo, Bezirk Karagwe, Tansania

Steckbrief

 Standort: Chonyonyo, Bezirk Karagwe, Tansania
 Zielgruppe: Ca. 1.000 Schülerinnen der Chonyonyo Sec. School, sowie 2.000 Menschen aus dem umliegenden Gebiet.
 Partner: Mavuno Project, Ingenieure ohne Grenzen
 Finanzierung: TOOLS FOR LIFE Foundation
 Zeitraum: 10. – 12.2010
 Budget: ca. 40.000 EUR

Installiert wurde eine zentrale Wasserversorgung für die Chonyonyo Secondary School, ein Mädcheninternat das über 1.000 Schülerinnen den Zugang zu höherer Bildung ermöglicht. Da auch die BewohnerInnen der umliegenden Dörfer Zugang zur Wasserquelle erhalten sollten, musste die Wasserversorgung für ca. 3.000 Menschen sichergestellt werden.

Ein Teilbedarf an Wasser wird durch die Regenwassersammlung über die Dachflächen der diversen Schulgebäude gedeckt. Für den verbleibenden Teil wurde im Rahmen des Projektes ein Brunnen installiert, der über Solarpumpen den Tagesbedarf an Wasser sicherstellt und vor Ort über eine eigene Wasseraufbereitung reinigt.

Im nächsten Schritt wurde ein Leitungssystem aus Pumpen und Rohren installiert, das den Tagesbedarf zur einfachen Entnahme in Tanks zu Hauptstraße und Schulcampus verteilt.

Hintergrund

Im Bezirk Karagwe, im nordwestlichen Hochland Tansanias westlich des Viktoriasees, gibt es nur wenige natürliche Wasserquellen. Wasser wird von den Bewohnern vor allem aus kleinen, stark verschmutzen Wasserlöchern entnommen und muss mehrmals täglich über weite Strecken zu Fuß getragen werden.

Eine effektive und vor Ort akzeptierte Lösung für eine bessere Wasserversorgung ist der Bau von Regenwasserzisternen. Mit ihnen kann das Regenwasser der Regenzeit zur Überbrückung der Trockenzeit gesammelt werden.
Eine Zisterne mit einem Volumen von 20.000 Litern kann einen typischen, fernab jeder Siedlung wohnenden Familienzusammenschluss über die Trockenzeit hinweg mit Wasser versorgen.

Seit 2008 wurden von Mavuno und IngoG in der Region bereits 31 Zisternen erbaut, die mehr als 1.000 Menschen mit Wasser versorgen. Darüber hinaus wurden sieben lokale Facharbeiter im Bau und in der Instandhaltung der Wassertanks weitergebildet und umfangreiche Wasseranalysen durchgeführt.

Bildergalerie

Unsere Partner