Tiefbrunnenbau - Gouye-Ndiogou, Senegal

Steckbrief

 Standort: Gouye-Ndiogou, Region Diourbel, Senegal
 Zielgruppe: ca. 15.000 Menschen in 27 Dörfern mit ca. 50 Wasserentnahmestellen
 Partner: Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V., World Vision, UN und die Dorfbewohner
 Finanzierung: TOOLS FOR LIFE Foundation, BMZ
 Zeitraum: 01.2010 – 12.2011
 Budget: ca. 300.000 EUR

Die Projektleiter von „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ haben sehr trockene und wasserbedürftige Gegenden in der Region Diourbel um Dakar ausfindig machen können. In dieser Region befinden sich 27 Dörfer mit ca. 15.000 Einwohnern. Viele Dorfbewohner mussten in den letzten Jahren aus Wassermangel bereits ihre Dörfer verlassen, um sich eine neue Bleibe zu suchen. Die jüngeren Generationen ziehen weg, weil sie keine Perspektive mehr sehen - die Dörfer „bluten“ langsam aber sicher aus.

Um dem Wassermangel aktiv entgegen zu wirken, haben TOOLS FOR LIFE und „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ den Tiefbrunnenbau beschlossen und durchgeführt. Mit Spezialbohrgeräten wurde bis zu einer Tiefe von ca. 120 Metern gebohrt. Mittels eines Diesel-Stromaggregates wurde anschließend das Wasser in einen ca. 25 Meter hohen Wasserturm befördert und von dort mit Hilfe einer Druckerhöhungsanlage in die Versorgungsrohrleitungen gepumpt, welche dann in die Dörfer führen.

Hintergrund

Die Wassersituation in senegalesischen Dörfern ist zum Teil dramatisch. Um Wasser zu holen, müssen Frauen und Kinder tagsüber und nachts oft Kilometer zu Fuß gehen, damit sie Ihre Großfamilien (8-10 Personen) versorgen können.

Die ersten Tiefbrunnen wurden von „Hilfe für Afrika– Wasser für Senegal e.V.“ im Jahre 1993 finanziert und erstellt. Sie wurden von einheimischen Brunnenbauern von Hand gegraben - eine oft sehr schwierige Aufgabe, da während der Regenzeit (ca. Juli bis September) die Brunnen auf herkömmliche Weise nicht weitergebaut werden konnten. Mittlerweile arbeitet der Verein mit einem Unternehmen zusammen, die die Brunnen mit modernen Geräten erstellt.

Bisher konnten 65 Brunnen für ca. 50.000 Dorfbewohner gebaut werden, wobei sich die Dörfer am Bau „ihres Brunnens“ finanziell beteiligen. So entsteht ein Verantwortungsbewusstsein, welches gewährleistet, dass die Brunnen von den Dorfbewohnern als Eigentum angesehen und entsprechend gepflegt und instand gehalten werden.

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