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Your Commitment 2026 Tansania

Your Commitment 2026 führte ein vierköpfiges Team der TOOLS FOR LIFE Foundation nach Tansania. An der Irkisongo Secondary School in Monduli stand in diesem Jahr ein ganz konkretes Ziel im Mittelpunkt: 32 Toiletten sollten an fließendes Wasser angeschlossen und mit Spülkästen ausgestattet werden.

Was nach einem klar umrissenen Sanitärprojekt klingt, wurde vor Ort zu zehn intensiven Tagen voller handwerklicher Arbeit, Begegnungen und gemeinsamer Lösungen.

Vom 4. bis 13. September 2026 reiste das Team der diesjährigen Your Commitment Projektreise nach Tansania. Gemeinsam mit der Partnerorganisation Probono Schulpartnerschaften e. V. ging es zur Irkisongo Secondary School in Monduli, nördlich von Arusha.

Mit dabei waren Felix Gottschlich, Projektmanager der TOOLS FOR LIFE Foundation, SHK-Installateur Nick Behn, Flavia Garcia, Managing Director von ROTHENBERGER Brasil, sowie Anlagenmechaniker Jonas Völkl von Leistritz.

Flavia

ROTHENBERGER Brazil

Jonas

Leistritz

Ankommen in Irkisongo

Die Irkisongo Secondary School gehört mit rund 1.800 Schülerinnen und 50 Lehrkräften zu den größeren Schulen der Region. Viele Schülerinnen leben direkt auf dem Schulgelände. Für Nick Behn und Felix Gottschlich war der Besuch zugleich eine Rückkehr: Bereits Anfang 2025 hatten sie die Schule besucht und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort ein Projekt zur Regenwassersammlung umgesetzt. Zehn 5.000-Liter-Tanks und neu installierte Regenrinnen hatten damals die Grundlage für eine bessere Wasserversorgung geschaffen.

2026 sollte nun der nächste Schritt folgen: Die vorhandenen Toilettenanlagen sollten an die Wasserversorgung angeschlossen und mit Spülkästen ausgestattet werden. Vor Ort verschaffte sich das Team zunächst gemeinsam mit dem Projektkoordinator der Schule, Giyam Girabi, einen Überblick über die bestehenden Sanitäranlagen und die anstehenden Arbeiten. Unterstützt wurde das Team dabei von den lokalen Klempnern Tall und Bakari.

Handarbeit statt schwerem Gerät

Ab Montag begann die eigentliche Projektarbeit. Sechs Tage lang arbeitete das Team täglich von etwa 8:00 bis 17:30 Uhr an der Schule. Schon beim ersten Sanitärgebäude mit zwölf Toiletten wurde deutlich, dass das Projekt körperlich anspruchsvoll werden würde.

Für die neuen Wasserleitungen mussten Wände aufgestemmt und entlang der Außenwand Gräben ausgehoben werden. Die Leitungen führten schließlich zu mehreren Wassertanks. Schweres Gerät stand nicht zur Verfügung. Stattdessen kamen Spitzhacke, Spaten, Hammer und Meißel zum Einsatz – vieles wurde Schritt für Schritt in Handarbeit erledigt.

Eine zusätzliche Herausforderung war die Wasserversorgung. Für einen der Wassertanks wurde während des Aufenthalts ein rund vier Meter hoher Turm errichtet. Der erhöhte Tank sollte den notwendigen Wasserdruck liefern, damit die Spülkästen später zuverlässig funktionieren können.

Gemeinsam 32 Toiletten modernisieren

In den folgenden Tagen arbeitete sich das Team durch insgesamt vier Sanitärgebäude. Gemeinsam mit Tall und Bakari wurden 32 Toiletten mit Spülkästen ausgestattet und an fließendes Wasser angeschlossen.

Dabei war handwerkliches Können allein nicht ausreichend. Die unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten vor Ort erforderten immer wieder individuelle Lösungen und eine enge Abstimmung. Das Fachwissen der lokalen Klempner und die Erfahrungen des deutschen Teams ergänzten sich dabei ideal.

Aus einem auf dem Papier klar definierten Projekt wurde so vor Ort eine gemeinsame Teamleistung: Probleme wurden gemeinsam analysiert, Lösungen entwickelt und die nächsten Arbeitsschritte abgestimmt.

Wissen teilen und Perspektiven eröffnen

Die Projektreise beschränkte sich jedoch nicht auf die handwerklichen Arbeiten. Ein wichtiger Teil des Austauschs fand direkt mit den Schülerinnen statt.

Am 10. September hielt Flavia Garcia einen Vortrag vor rund 50 Schülerinnen. Im Mittelpunkt standen die Erstellung eines CVs und die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche. Dabei teilte Flavia nicht nur praktische Tipps, sondern auch persönliche Erfahrungen aus ihrem eigenen beruflichen Werdegang.

So entstand ein persönlicher Austausch über Karrierewege, Bewerbungssituationen und Möglichkeiten für die eigene Zukunft. Die Schülerinnen konnten Fragen stellen und Einblicke in eine internationale Berufswelt gewinnen.

Ein sichtbares Ergebnis zum Abschluss

Am letzten Arbeitstag fand eine gemeinsame Abschlussveranstaltung mit Schülerinnen, Lehrkräften und der Rektorin der Schule statt. Nach den intensiven Tagen war dies ein besonderer Moment: Das Kollegium und die Schülerinnen bedankten sich beim Team für den Einsatz und die geleistete Arbeit.

Für die Reisenden bot die Veranstaltung zugleich die Gelegenheit, auf die vergangenen Tage zurückzublicken. Innerhalb kurzer Zeit war aus einer Baustelle ein sichtbares Ergebnis entstanden: funktionierende Sanitäranlagen und damit mehr Alltagssicherheit und Komfort für die Schülerinnen der Irkisongo Secondary School.

Werkzeuge, die bleiben

Mit der Abreise sollte das Projekt nicht enden. Die mitgebrachten Werkzeuge wurden am letzten Arbeitstag an die lokalen Klempner Tall und Bakari sowie an den Schulwächter John übergeben.

Damit bleiben nicht nur die neu installierten Sanitäranlagen vor Ort. Auch die Möglichkeit, Reparaturen und weitere Arbeiten künftig selbstständig durchzuführen, wird gestärkt. Die Werkzeuge werden damit zu einem weiteren Baustein für langfristige Eigenständigkeit.

Gemeinsam etwas bewegen

Am 13. September hieß es Abschied nehmen. Nach zehn intensiven Tagen machte sich das Team auf die Heimreise. Hinter den vier Teilnehmenden lagen zahlreiche Flugstunden, viele Kilometer Autofahrt, körperlich anspruchsvolle Arbeitstage, neue Bekanntschaften und zahlreiche Eindrücke.

Vor allem aber blieb das Gefühl, gemeinsam etwas Konkretes bewegt zu haben: 32 Toiletten in vier Gebäuden, angeschlossen an fließendes Wasser und ausgestattet mit Spülkästen.

Die Your Commitment Projektreise 2026 hat dabei einmal mehr gezeigt, was entstehen kann, wenn Fachwissen, handwerkliches Engagement und die Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort zusammenkommen.

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